Sehen wir uns morgen?

 

Wir würden uns freuen!

Hier kommt noch unser Programm von morgen:

Georg F. Händel (1685 -1759), Arrangement: A. Campbell

Sinfonia from Salomon – Die Ankunft der Königin von Saba

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847), Arrangement: E. Böhm-Christl

Denn er hat seinen Engeln, Psalm 91: 11-12, Motette zu acht Stimmen

Antonin Dvořák (1841- 1904), Arrangement: P. Clements​

Slawischer Tanz Nr. 9, Op. 72 Nr.1

 

Arvo Pärt (1935), Arrangement: Beat Brinner​

Fratres (1977) für Bläseroktett und Percussion

 

George Gershwin (1898 – 1937), Arrangement: A. Skirrow

Scenes from Porgy and Bess​

Richard Rodgers und Lorenz Hart, ​Arrangement: J. Luckwald

Sing for your Supper, aus: The Boys from Syracuse

 

1.7. 2017, 17 Uhr, Musikalische Vesper Nikolskoe

Evangelische Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe

Nikolskoer Weg 17, 14109 Berlin

Werke von Händel, Pärt,  Mendelssohn und Gershwin

http://www.kirche-nikolskoe.de/musik.html

Es spielen:

Oboe:                           Julia Ackfeld, Birgit von Streit

Klarinette:                    Susanne Pudig, Karsten Dedek

Horn:                           Anne Gerloff, Alexis Kasperavičius

Fagott:                         Susanne Benner, Tobias Lankow

Kontrafagott:               Elisabeth Böhm-Christl

Künstlerische Leitung: Elisabeth Böhm-Christl

Ausflug und Konzerte

Liebe Konzert- und Musikinteressierte!

Für Kurzentschlossene hier zwei interessante Konzerthinweise des BLÄSEROKTETT KREUZBERG an schönen, besonderen Orten:

Summertime!

24.6.2017, 16 Uhr, Bücknitzer Sommerkonzerte

Bücknitzer Kirche, Alte Schulstraße, 14793 Ziesar OT Bücknitz

Werke von: Händel, Dvorak, Mendelssohn, Smetana, Gershwin u.a.

http://www.buecknitzer-sommerkonzerte.de/de/index.php

 

1.7. 2017, 17 Uhr, Musikalische Vesper Nikolskoe

Evangelische Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe

Nikolskoer Weg 17, 14109 Berlin

Werke von Händel, Pärt,  Mendelssohn und Gershwin

http://www.kirche-nikolskoe.de/musik.html

Es spielen:

Oboe:                           Julia Ackfeld, Birgit von Streit

Klarinette:                    Susanne Pudig, Karsten Dedek

Horn:                           Anne Gerloff, Alexis Kasperavičius

Fagott:                         Susanne Benner, Tobias Lankow

Kontrafagott:               Elisabeth Böhm-Christl

Künstlerische Leitung: Elisabeth Böhm-Christl

Das Englischhorn, das …-horn, das ruht sich aus und bringt nur einen Ton heraus…

Liebe Leser_innen!

Unsere Sommer-Konzerte rücken näher und wir würden uns sehr freuen, möglichst viele von euch als unser Publikum begrüßen zu dürfen.

Am 24.6.2017 spielen wir in Bücknitz. Es lohnt sich ein Ausflug in die Gegend, um zum Beispiel die Burg im nahe gelegenen Ziesar anzugucken und dann eben unser Konzert zu besuchen.

Von den Nebeninstrumenten (um noch einmal an dieses Thema anzuknüpfen) werden wieder einige zum Einsatz kommen, wie z.B. die Bassklarinette und das Englischhorn. Das heißt also, dass sich bei uns das Englischhorn überhaupt nicht ausruht, wie der Titel vielleicht vermuten ließe und unsere Spielerinnen bekommen auch ziemlich viele sehr elegische, warme Töne heraus und nicht nur einen…

Vielleicht hängt der schöne Klang damit zusammen, dass das Englischhorn nicht am Ende eine Art Trichter hat, sondern ein birnenförmiges Schallstück, das auch Liebesfuß genannt wird. Wie bei allen Oboen und Fagotten wird der Klang durch ein Doppelrohrblatt erzeugt. Von der Lage her klingt das Englischhorn tiefer als die Oboe und ist in f notiert, wie die Hörner und auch Bassetthörner und nicht in c wie die Oboen.

Viele von euch werden die Englischhörner aus dem Weihnachtsoratorium (WO) von Johann Sebastian Bach kennen. Eigentlich ist das WO mit zwei Oboen d’amore und zwei Oboen da caccia besetzt, aber wenn keine historische Aufführungspraxis gewählt wird, werden oft statt der Oboen d´amore Oboen und statt der Oboen da caccia Englischhörner verwendet.

Bis zum nächsten WO ist es aber glücklicherweise noch etwas hin, so dass wir euch nur herzlich einladen können, zu unseren Konzerten zu kommen und die Instrumente aus nächster Nähe kennen zu lernen.

Wer keine Zeit oder keine Möglichkeit hat, nach Bücknitz zu kommen, kann uns am 1.7.2017 bei der Musikalischen Vesper in Sankt Peter und Paul in Nikolskoe (also die Ausflugskirche am Wannsee schlechthin) hören…

Hoffentlich bleibt ihr uns treu, bis zur nächsten Woche und herzliche Grüße von Susanne

Und jetzt noch einmal zu den Instrumenten…


Liebe Leser_innen!

Es freut mich sehr, dass mein letzter Blogbeitrag bei euch so guten Anklang gefunden hat!! Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Die Wahl des Instrumentes scheint ja doch nicht so ganz bewusst zu erfolgen und so ist es umso erstaunlicher, dass bis auf zwei unserer Mitspieler_innen alle Musik, wenn nicht gar ihr Instrument studiert haben… Die Liebe zum Instrument scheint mit der intensiven Beschäftigung damit wachsen zu können.

Ich will euch jetzt auch nicht vorenthalten, wie ich zum Fagott gekommen bin. Seit ich sechs Jahre alt bin spiele ich Klavier und mit dem Klavier hat man ja eher selten die Möglichkeit im Orchester zu spielen (ich habe das erst ein Mal getan – beim Aachener Studentenorchester e.V.: Charles Ives: Central Park in the Dark – ), aber da ich gern im Orchester spielen wollte, musste ich ein Orchesterinstrument lernen und so stand ich mit 12 Jahren vor der Wahl: Klarinette oder Fagott?! Meine große Schwester meinte zu mir: Wenn du Klarinette lernst, spiele ich nie mit dir zusammen…, außerdem gab es an meiner Schule ein Leihfagott und so fiel die Wahl nicht besonders schwer. Ich bin bis heute dankbar, dass ich dieses Instrument gewählt habe, aus mehr Gründen, als ich hier aufzählen kann… nun aber zu den Sonderinstrumenten:

Die Wahl, sich für ein Nebeninstrument zu entscheiden, fällt schon dezidierter und bewusster aus. Es sind vor allem die weitergehenden Musizier-Möglichkeiten, die uns dazu gebracht haben, (mindestens) ein weiteres Instrument zu lernen und natürlich der tolle Klang der Nebeninstrumente, der uns immer wieder bezaubert. Unsere Oboistinnen spielen auch Englischhorn, unsere Klarinettist_innen spielen die ganze Klarinettenpalette, unsere Hornist_innen greifen ab und zu zu Alphörnern oder großen Muscheln, um darauf zu blasen und wir Fagottist_innen spielen auch Kontrafagott. Das Kontrafagott überzeugt zum Beispiel durch seine unglaublich warmen, weichen, tiefen Töne, die mit ihren Hertzzahlen bis an die Hörgrenze heranreichen. Trotzdem kann man mit dem Kontrafagott sehr klar artikulieren. Wenn man Fagott spielt und Kontra lernt, ist das etwa so, als würde man die französische Sprache sehr gut beherrschen und dann spanisch lernen. Einiges versteht man sofort, anderes ist völlig anders… Von der Bauweise her ist das Kontrafagott im Prinzip ein auf das Doppelte verlängertes Fagott. Die schwingende Luftsäule ist fast sechs Meter lang und das kann dadurch erreicht werden, dass die Röhre drei Mal gebogen ist. Anders als das Fagott kann das Kontra (abgesehen von S-Bogen und Rohr) nicht auseinander genommen werden, da sich die Mechanik der Klappen aufgrund der Größe des Instruments über den ganzen Instrumentenkörper erstreckt. Toll ist auch das Spielgefühl beim Kontra-Spielen. Durch die extrem tiefen Töne schwingt der ganze Körper mit…

Hoffentlich bleibt ihr uns treu, bis zur nächsten Woche und herzliche Grüße von Susanne

O-Ton Bläseroktett Kreuzberg

Eigentlich wollte ich ja in dieser Woche von den Sonderinstrumenten berichten. Das muss aber jetzt noch eine Woche warten. Wir hatten gestern wieder Probe und da sind wir darüber ins Gespräch gekommen, warum wer eigentlich welches Instrument spielt und warum wir eigentlich hier im Bläseroktett Kreuzberg zusammen musizieren und das möchte ich euch jetzt nicht vorenthalten, denn da waren wirklich interessante Aussagen dabei:

Ich habe mich für meine Oboe entschieden, weil ich gern ein Orchesterinstrument lernen wollte und weil bei der Musikschule noch Plätze für Oboenunterricht frei waren…Hier im Bläseroktett Kreuzberg spiele ich, weil ich hier so gut gefordert werde – es ist einfach noch mal eine andere Anforderung, als im Orchester zu spielen und natürlich macht es uns sehr viel Freude, zusammen Musik zu machen…

Ich hab mich für mein Instrument (Horn) entschieden, weil es so einen schönen Klang hat…

Hallo ich bin Tobias und spiele Fagott im Bläseroktett Kreuzberg. Ich habe mich für das Instrument Fagott entschieden, weil ich im Orchester spielen wollte, damals, nachdem ich mit Blockflöte dann durch war und da hieß es: entweder Horn oder Fagott. Nach dem Namen habe ich dann halt das Fagott genommen, weil es irgendwie schöner klang. Ja und ich spiele im Bläseroktett Kreuzberg weil meine damalige Fagottlehrerin das Oktett gegründet und auch geleitet hat. So bin ich dazu gekommen und es war so schön, dass ich nach einer längeren Pause während meines Musikstudiums wieder zurückgekommen bin und nicht mehr weggekommen bin…

Ich wollte Oboe lernen, weil ich ein Instrument spielen wollte, dass man auch rumtragen kann – geht mit dem Klavier nicht so gut. Es sollte ein Instrument sein, mit dem man mit anderen zusammen und im Orchester spielen kann. Warum es dann die Oboe geworden ist, weiß ich gar nicht ganz genau, wahrscheinlich fand ich den Klang schön…Ich spiele im Oktett hier, weil es viel Spaß macht, mit guten Leuten viel und schöne Sachen zusammen zu spielen – das Repertoire, das wir erarbeiten, ist unglaublich vielseitig und horizonterweiternd, von der Renaissance bis zu Uraufführungen…

Es war ein Fehler bei der Kurseinteilung in der Schule. Ich wollte einen Elektroworkshop machen und bin dann beim Horn gelandet. Der Lehrer war so begeistert von mir und meinte, dass ich perfekte Lippen hätte und so musikalisch sei und unbedingt weiter machen müsse und dann habe ich das eben gemacht…

Ich wollte einfach schon immer Klarinette spielen, warum weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Hier im Oktett spiele ich, weil ich Lust habe, auf diesem hohe Niveau Kammermusik machen zu können. Dafür nehme ich auch weite Wege in Kauf…

Ich spiele im Oktett, weil ich es schön finde, mit anderen zusammen zu spielen und weil wir gemeinsam schöne Musik machen können. Mir gefällt hier besonders, dass wir so intensiv zusammen an der Musik arbeiten. Dies hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir eine professionelle Leitung haben, denn dadurch werden wir noch viel besser, als wenn wir uns einfach so treffen würden, um zu spielen, selbst wenn die meisten von uns Musik studiert haben…

Piccolo, Sax & Co.

Eine Leserin unseres Blogs hat mich gefragt, ob ich eigentlich: Piccolo, Sax & Co kenne. Ja, kenne ich: Das ist die Geschichte des kleinen Piccolo, der von einer Piccoloflöte gespielt wird und auf Sax trifft, der von einem Sopransaxophon dargestellt wird. Die beiden Instrumente und ihre Familien lernen sich kennen, freunden sich an und die Familienmitglieder werden nacheinander vorgestellt.

Da dachte ich, es könnte doch auch interessant sein, die Instrumente, die bei uns mitspielen und die vielleicht nicht jede_r kennt, einmal vorzustellen. Tatsächlich gab es die Blasinstrumente früher immer in Familien, so wie es heute noch bei den Streichinstrumenten der Fall ist und es hat sich dann im Laufe der Zeit dasjenige Instrument durchgesetzt, das seine Art am charakteristischen vertreten hat und das sind die heute bekannten Instrumente.

Neben unserer üblichen Besetzung, also zwei Oboen, zwei Hörner, zwei Fagotte, zwei Klarinetten (A- und B-Klarinetten), kommen bei uns aber auch immer wieder Sonderinstrumente zum Einsatz, also weitere Familienmitglieder, die auch überlebt haben, wie zum Beispiel die Es- oder Bass-Klarinette oder das Kontrafagott oder das Englischhorn.

Die Es-Klarinette ist, wie man sich denken kann, ein Mitglied der Klarinetten-Familie, sie ist tatsächlich die höchste Klarinette, die heutzutage noch verwendet wird und ist mit ca. 50 cm relativ klein. Entsprechend ihres kleineren Resonanzkörpers ist ihr Klang auch wesentlich höher als der der B-Klarinette, genau genommen: eine Quarte höher und sie kann unglaublich laut und durchdringend klingen. Die Klarinetten haben aber nicht nur nach oben hin etwas zu bieten, sondern auch nach unten hin geht es sehr tief, mit der (Sub-)Kontrabassklarinette, wobei in Oktettzusammenhängen als tiefste Klarinette in der Regel die Bassklarinette zum Einsatz kommt. In unserem aktuellen Programm ist z.B. bei der Bearbeitung von Gershwins: Summertime sowohl die Es-, als auch die Bassklarinette eingesetzt. Die Bassklarinette spielt in der Lage des Fagottes, hat aber einen ganz anderen Klang. Auch bei Arvo Pärts Stück: Fratres spielt die Bassklarinette eine wichtige Rolle.

Nächste Woche dann mehr zu den Sonderinstrumenten.