O-Ton Bläseroktett Kreuzberg

Eigentlich wollte ich ja in dieser Woche von den Sonderinstrumenten berichten. Das muss aber jetzt noch eine Woche warten. Wir hatten gestern wieder Probe und da sind wir darüber ins Gespräch gekommen, warum wer eigentlich welches Instrument spielt und warum wir eigentlich hier im Bläseroktett Kreuzberg zusammen musizieren und das möchte ich euch jetzt nicht vorenthalten, denn da waren wirklich interessante Aussagen dabei:

Ich habe mich für meine Oboe entschieden, weil ich gern ein Orchesterinstrument lernen wollte und weil bei der Musikschule noch Plätze für Oboenunterricht frei waren…Hier im Bläseroktett Kreuzberg spiele ich, weil ich hier so gut gefordert werde – es ist einfach noch mal eine andere Anforderung, als im Orchester zu spielen und natürlich macht es uns sehr viel Freude, zusammen Musik zu machen…

Ich hab mich für mein Instrument (Horn) entschieden, weil es so einen schönen Klang hat…

Hallo ich bin Tobias und spiele Fagott im Bläseroktett Kreuzberg. Ich habe mich für das Instrument Fagott entschieden, weil ich im Orchester spielen wollte, damals, nachdem ich mit Blockflöte dann durch war und da hieß es: entweder Horn oder Fagott. Nach dem Namen habe ich dann halt das Fagott genommen, weil es irgendwie schöner klang. Ja und ich spiele im Bläseroktett Kreuzberg weil meine damalige Fagottlehrerin das Oktett gegründet und auch geleitet hat. So bin ich dazu gekommen und es war so schön, dass ich nach einer längeren Pause während meines Musikstudiums wieder zurückgekommen bin und nicht mehr weggekommen bin…

Ich wollte Oboe lernen, weil ich ein Instrument spielen wollte, dass man auch rumtragen kann – geht mit dem Klavier nicht so gut. Es sollte ein Instrument sein, mit dem man mit anderen zusammen und im Orchester spielen kann. Warum es dann die Oboe geworden ist, weiß ich gar nicht ganz genau, wahrscheinlich fand ich den Klang schön…Ich spiele im Oktett hier, weil es viel Spaß macht, mit guten Leuten viel und schöne Sachen zusammen zu spielen – das Repertoire, das wir erarbeiten, ist unglaublich vielseitig und horizonterweiternd, von der Renaissance bis zu Uraufführungen…

Es war ein Fehler bei der Kurseinteilung in der Schule. Ich wollte einen Elektroworkshop machen und bin dann beim Horn gelandet. Der Lehrer war so begeistert von mir und meinte, dass ich perfekte Lippen hätte und so musikalisch sei und unbedingt weiter machen müsse und dann habe ich das eben gemacht…

Ich wollte einfach schon immer Klarinette spielen, warum weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Hier im Oktett spiele ich, weil ich Lust habe, auf diesem hohe Niveau Kammermusik machen zu können. Dafür nehme ich auch weite Wege in Kauf…

Ich spiele im Oktett, weil ich es schön finde, mit anderen zusammen zu spielen und weil wir gemeinsam schöne Musik machen können. Mir gefällt hier besonders, dass wir so intensiv zusammen an der Musik arbeiten. Dies hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir eine professionelle Leitung haben, denn dadurch werden wir noch viel besser, als wenn wir uns einfach so treffen würden, um zu spielen, selbst wenn die meisten von uns Musik studiert haben…

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2 Gedanken zu “O-Ton Bläseroktett Kreuzberg

  1. Liebe Susanne,

    es gibt offensichtlich eine Menge Gründe, warum man ein Instrument auswählt oder einfach an ihm hängen bleibt. Als Schülerin hatte ich, wie sich das für Töchter in meiner Generation gehörte, Klavierunterricht. Mehr halbherzig, als wirklich begeistert, irgendwann war es dann gut. Aber mit über vierzig war ich in einem Konzert von James Galway, damals Mitte der 90er-Jahre, einer der angesagtesten Querflötisten. Da hatte ich wirklich das Gefühl, dieses Instrument spricht mit mir. Ich habe drei begeisterte Jahre Unterricht genommen. Dann hätte ich aber wirklich mal richtig üben und eigentlich mir Gelegenheit zum Mitspielen im Orchester oder so suchen müssen. Da hatte ich aber auch schon meine Leidenschaft fürs Singen entdeckt und es ging zeitlich nur eines: Singen oder flöten.Ich entschloss mich fürs Singen. Das ist noch näher an mir dran, weil man den eigenen Atem noch unmittelbarer spürt, als bei der Flöte. Und es ist nichts mehr zwischen einem selbst und der Musik. Nun singe ich seit langen Jahren im Chor. Aber als ich bei Dir jetzt gelesen habe, warum ihr alle Euer Instrument spielt, habe ich schon mal vorsichtig nach meiner Querflöte im Regal geschielt. Jetzt wo ich so viel mehr Zeit habe, könnte ich mal wieder Unterricht nehmen……..
    Danke für die Anregung
    Herzliche Grüße
    Anne

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  2. Hat dies auf Mia.Nachtschreiberin. rebloggt und kommentierte:
    Liebe Susanne,
    eure INstrumente und eure Musiker*innen, so vielsieitig und bunt und facettenreich wie die Farben, die du benutzt hast; das ist mein Lieblingssatz für die Wahl eines Instruments:
    „Es war ein Fehler bei der Kurseinteilung in der Schule.“
    Danke dir für diese interessante Auswahl,
    herzliche Grüße,
    Sabine

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