Und jetzt noch einmal zu den Instrumenten…


Liebe Leser_innen!

Es freut mich sehr, dass mein letzter Blogbeitrag bei euch so guten Anklang gefunden hat!! Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Die Wahl des Instrumentes scheint ja doch nicht so ganz bewusst zu erfolgen und so ist es umso erstaunlicher, dass bis auf zwei unserer Mitspieler_innen alle Musik, wenn nicht gar ihr Instrument studiert haben… Die Liebe zum Instrument scheint mit der intensiven Beschäftigung damit wachsen zu können.

Ich will euch jetzt auch nicht vorenthalten, wie ich zum Fagott gekommen bin. Seit ich sechs Jahre alt bin spiele ich Klavier und mit dem Klavier hat man ja eher selten die Möglichkeit im Orchester zu spielen (ich habe das erst ein Mal getan – beim Aachener Studentenorchester e.V.: Charles Ives: Central Park in the Dark – ), aber da ich gern im Orchester spielen wollte, musste ich ein Orchesterinstrument lernen und so stand ich mit 12 Jahren vor der Wahl: Klarinette oder Fagott?! Meine große Schwester meinte zu mir: Wenn du Klarinette lernst, spiele ich nie mit dir zusammen…, außerdem gab es an meiner Schule ein Leihfagott und so fiel die Wahl nicht besonders schwer. Ich bin bis heute dankbar, dass ich dieses Instrument gewählt habe, aus mehr Gründen, als ich hier aufzählen kann… nun aber zu den Sonderinstrumenten:

Die Wahl, sich für ein Nebeninstrument zu entscheiden, fällt schon dezidierter und bewusster aus. Es sind vor allem die weitergehenden Musizier-Möglichkeiten, die uns dazu gebracht haben, (mindestens) ein weiteres Instrument zu lernen und natürlich der tolle Klang der Nebeninstrumente, der uns immer wieder bezaubert. Unsere Oboistinnen spielen auch Englischhorn, unsere Klarinettist_innen spielen die ganze Klarinettenpalette, unsere Hornist_innen greifen ab und zu zu Alphörnern oder großen Muscheln, um darauf zu blasen und wir Fagottist_innen spielen auch Kontrafagott. Das Kontrafagott überzeugt zum Beispiel durch seine unglaublich warmen, weichen, tiefen Töne, die mit ihren Hertzzahlen bis an die Hörgrenze heranreichen. Trotzdem kann man mit dem Kontrafagott sehr klar artikulieren. Wenn man Fagott spielt und Kontra lernt, ist das etwa so, als würde man die französische Sprache sehr gut beherrschen und dann spanisch lernen. Einiges versteht man sofort, anderes ist völlig anders… Von der Bauweise her ist das Kontrafagott im Prinzip ein auf das Doppelte verlängertes Fagott. Die schwingende Luftsäule ist fast sechs Meter lang und das kann dadurch erreicht werden, dass die Röhre drei Mal gebogen ist. Anders als das Fagott kann das Kontra (abgesehen von S-Bogen und Rohr) nicht auseinander genommen werden, da sich die Mechanik der Klappen aufgrund der Größe des Instruments über den ganzen Instrumentenkörper erstreckt. Toll ist auch das Spielgefühl beim Kontra-Spielen. Durch die extrem tiefen Töne schwingt der ganze Körper mit…

Hoffentlich bleibt ihr uns treu, bis zur nächsten Woche und herzliche Grüße von Susanne

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Ein Gedanke zu “Und jetzt noch einmal zu den Instrumenten…

  1. Liebe Susanne,
    Deine Beschreibung, dass beim Spielen des Kontrafagott durch die tiefen Töne der ganze Körper mitschwingt, hat bei mir die Erinnerung an ein Carmina Burana Konzert mit dem Chor wachgerufen. Ich stand damals mit einer Reihe von Mitsängerinnen auf einem Podest, auf dem auch die Schlagzeuger aufgereiht waren. Dieses Stück Musik hat reichlich Aufgaben für die Pauken, Trommeln und dergleichen. Und wenn die in Bewegung sind, dann geht das auch in den ganzen Körper. Das übertrug sich dann auf alle die mit auf dem Podest standen. Ich habe Musik weder davor, noch danach jemals wieder so intensiv erlebt. Es war einfach genial.
    Herzliche Grüße
    Anne

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